Fehlsichtigkeitskorrektur

 

Excimer-Laser

Um kleine und feinste Veränderungen an der Krümmung der Hornhaut zu bewirken, sollte modernste Technologie eingesetzt werden. Der Excimerlaser kann die Oberfläche der Hornhaut mikrometergenau "abschleifen". Zumeist wird er in Verbindung mit einem Femto-Sekundenlaser verwendet, der seinerseits durch ultraschnelle Impulse eine kleine Lamelle in die Hornhaut präpariiert.

 

Mögliche Anwendung des Verfahrens:

  • Kurzsichtigkeit von -1 bis -8 (bis -10) dpt (Hornhautdicke!)

  • Weitsichtigkeit von +1 bis maximal +3 (bis +4) dpt

  • Astigmatismus bis ca. 5 (bis 6) dpt

Alternativen zur Laserbehandlung

 

Bei sehr hohen bis extremen Fehlsichtigkeiten kommen andere Verfahren zum Einsatz, da die Hornhaut durch eine Laserbehandlung zu sehr verdünnt werden würde. So besteht die Möglichkeit zusätzliche Linsen in das Auge einzusetzen (Phake Linse / ICL-Implantation) oder aber die körpereigene Linse durch eine Kunstlinse mit unterschiedlichster optischer Eigenschaft (Linsenaustausch) zu ersetzen.

 

Mögliche Anwendung des Verfahrens bei (Grenzbereich in Klammern):

  • Kurzsichtigkeit ab -8 (ab -5) dpt  

  • Weitsichtigkeit ab +4 (ab +3) dpt

  • Astigmatismus in Kombination möglich (technisch bis ca. 8 dpt)

 

Torische Linsenimplantate

Die neueste Entwicklung auf dem Gebiet der Kunstlinsen sind die sogenannten "torischen Linsen". Sie stehen uns als phake Linsen (Verisyse bzw. ICL) aber auch als intraokluare Hinterkammerlinsen für den refraktiven Linsenaustausch zur Verfügung. 

 

Bei torischen Linsenimplantaten gibt es sehr viel mehr mögliche Korrekturwerte als bei "Standard"-Linsen. Da es nicht sinnvoll und rentabel ist, Lagerlinsen zu produzieren, werden torische Implantate für jeden Patienten individuell produziert und geliefert. Der Herstellungsprozess ist sehr aufwendig und es erfolgen strenge Qualitätskontrollen. Daher kann es u.U. zu Wartezeiten von mehreren Wochen kommen.

 

Auch die Operation verlangt besondere Vorbereitungen und zusätzliche Vermessungen: Für die Korrektur der Hornhautverkrümmung ist neben der Dioptrienzahl auch die Achse - und somit die Lage der Linse im Auge - von Bedeutung. Daher muss sichergestellt werden, dass sich die implantierte Linse im Auge nicht dreht und die einmal richtig erzielte Achslage dauerhaft erhalten bleibt. Die individuell gefertigten Linsen werden vom Hersteller mit einem Implantationsschema zur genauen Positionierung geliefert.

 

Intraokularlinsen für den RLE sind in der Regel Hinterkammerlinsen, die mit einer monofokalen (nur ein Brennpunkt, i.d.R. für die Ferne) oder einer multifokalen Optik (zwei Brennpunkte für Nähe und Ferne zum Lesen und Weitsehen mit einer Brille) zum Einsatz

 

Refraktiver Linsenaustausch (RLA)

Bei dieser Methode wird die Veränderung des optischen Systems durch den Austausch der körpereigenen Linse gegen eine Kunstlinse erzielt. Sie wird dann herangezogen, wenn absehbar ist, dass die vorgenannten Methoden keine Alternative für den Patienten bieten. Sie kommt erst bei sehr starken Sehfehlern zum Einsatz: Kurzsichtigkeit ab ca. -20,0 dpt., Weitsichtigkeit von mehr als ca. +8,0 dpt.

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