Flureszenz-Angiographie (FAG)

 

Die Fluoreszenzangiographie (Gefäßdarstellung mit Fluoreszeinfarbstoff) ist ein lange praktiziertes, bildgebendes Verfahren in der Augenheilkunde. Sie dient der Untersuchung und Bestimmung der Durchblutung von Netzhaut, Aderhaut und Sehnerven und ermöglicht die Erkennung zahlreicher Erkrankungen des Augenhintergrundes z.B. Erkrankungen der Stelle des schärfsten Sehens, wie der altersbedingten Makuladegeneration (AMD), diabetische Netzhautveränderungen, Gefäßverschlüsse etc.

 

Zur Durchführung der Gefäßdarstellung wird das Fluoreszein, ein gelb-grün fluoreszierender Farbstoff, der nach Beleuchtung mit kurzwelligem, blauem Licht leuchtet, in eine Vene des Armes oder des Handrückens gespritzt und anschließend die Verteilung des Farbstoffs am Augenhintergrund in festgelegten Zeitabständen fotografiert. Damit wird die Beurteilung krankhafter Veränderungen am Augenhintergrund ermöglicht.

 

Die gesamte Untersuchung dauert etwa 15 - 20 Minuten. Da eine Pupillenerweiterung zur Durchführung von Nöten ist, werden Augentropfen verabreicht, die etwa 20 Minuten vor Untersuchungsbeginn einwirken müssen und deren Wirkung bis zum nächsten Tag anhalten kann. Aufgrund der erweiterten Pupillen und der Blendung durch die Fotografie ist das Sehvermögen für einige Stunden vermindert, so dass die eigenständige Nutzung eines Fahrzeugs am Untersuchungstag untersagt ist.

 

In der Regel tritt für 24 - 48 Stunden eine leichte Gelbfärbung der Haut, der Schleimhäute und des Urins auf. Der Farbstoff wird über die Nieren ausgeschieden. In seltenen Fällen kann es während der Untersuchung zu Übelkeit oder zu allergischen Reaktionen kommen.

 

Diese Untersuchung gehört zu den Leistungen der gesetzlichen und privaten Krankenkasse. Die Kosten werden in vollem Umfang übernommen.

Flureszenz-Angiographie, Augenarzt Hamburg
Flureszenz-Angiographie, Augenarzt Hamburg
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